Das Studium der Malerei an der Akademie für Malerei Berlin ist ein privates Studium der Malerei bei Ute Wöllmann. Das Studium ist berufsbegleitend ausgerichtet und umfasst eine Ausbildung von zehn Semestern. Das Studium ist unterteilt in Basisstudium (zwei Semester), Hauptstudium (vier Semester) und Masterstudium (vier Semester). Ziel des Studiums ist es, eine eigene künstlerische, authentische und ausgereifte Arbeit zu entwickeln, die sich an den Maßstäben aktueller, zeitgenössischer Kunst misst. Das Studium wird mit einer Urkunde abgeschlossen. Der Student ist entweder Absolvent des Master-Studiums der Malerei bei Ute Wöllmann oder Absolvent des Master-Studiums der Malerei bei Ute Wöllmann und Andreas Amrhein. Aufgrund besonderer künstlerischer Leistungen während des Studiums werden herausragende Studenten außerdem entweder zu Meisterschülern von Ute Wöllmann oder zu Meisterschülern von Andreas Amrhein ernannt. Sie können zwischen zwei Studienformen wählen, dem Direktstudium und dem Fernstudium. Sowohl Direktstudenten wie auch Fernstudenten haben die Möglichkeit sich einen der acht Atelierplätze anzumieten, sofern ein Atelierplatz frei ist.

Das erste Studienjahr ist ein Probejahr. Danach kann der Student zwischen dem Studium in der Malereiklasse von Ute Wöllmann (Bildbesprechungen freitags 9.00 – 15.00 Uhr) oder dem Studium in der Malereiklasse von Andreas Amrhein (Bildbesprechungen montags 9.00 – 12.00 Uhr) wählen.

Inhalte und Ziele der zwei Studienarten sowie dem Studium in den zwei Malereiklassen sind identisch. Beim Fernstudium, wie auch beim Direktstudium arbeitet der Student jedoch alleine an seinem Heimatort oder in seinem eigenen Atelier in Berlin zu festgelegten Themen/ Inhalten und schickt seine Arbeiten im Original oder (bei größeren Arbeiten) als Fotos nach Berlin. Die Bildbesprechungen, Korrekturen, Aufgaben, Inhalte usw. werden als besprochene Kassette mit den Arbeiten wieder zurückgeschickt. Videokassetten sind ebenfalls denkbar. Am besten bewährt hat sich der digitale Weg über E-Mails. Mindestens einmal im Semester ist allerdings eine Reise nach Berlin nötig, möglichst auch, um an kompakten Unterrichtsangeboten teilzunehmen, aber auf jeden Fall, um sich und die eigenen Arbeiten in einer Bildbesprechung zu präsentieren. Die öffentlichen Präsentationen des Basis-, Haupt- und Masterstudiums finden ebenfalls in Berlin statt, immer freitags um 20.00 Uhr.

Das Studium an der Akademie für Malerei Berlin zeichnet sich dadurch aus, dass

* Sie an ihrem eigenen Atelierplatz zu Hause oder an der Akademie für Malerei Berlin arbeiten, aber trotzdem den Austausch mit einer Gruppe von Student/-innen der Malerei haben,
* ein wesentlicher Teil des Studiums aus Arbeitsbesprechungen und Arbeitspräsentationen in der Gruppe bestehen die jeden Freitag von 9.00 – 12.30 oder 15.00 Uhr (Klasse Wöllmann) oder an angekündigten Montagen von 9.00 – 12.00 Uhr (Klasse Amrhein) stattfinden
* das Studium durch individuelle Arbeitsbesprechungen, so oft die Student/-innen diese fordern, durch Gruppenbesprechungen und öffentliche Präsentationen begleitet wird.

Ute Wöllmann: »Ich knüpfe hier direkt an die Erfahrungen meines eigenen Malereistudiums bei Georg Baselitz an und greife die Idee des Architekturstudiums auf, wo von Anfang an gelehrt wird, jede kleine Skizze, Zeichnung bis hin zu Entwürfen zumindest vor dem eigenen Seminar zu präsentieren und somit intensiv zu üben. Außerdem beziehe ich mich auf das Kunststudium in Amerika, wo das sogenannte
‚finishing‘ (Präsentation der eigenen Arbeiten) selbstverständlicher Teil der Lehre ist …«

* Masterstudent / -innen der höheren Studiensemester wiederum Student / -innen und Kursteilnehmer/-innen unterrichten. Student / -innen in den letzten Studienjahren sollen fähig sein, alle Grundlagen zu unterrichten. Diese Idee basiert auf der Erkenntnis, dass Gelerntes zu unterrichten das Gelernte festigt und die eigenen Positionen klärt,
* die Student / -innen von Anfang an in ein öffentliches, interessiertes Forum eingebunden sind und so lernen, sich öffentlich zu präsentieren und darzustellen.

Nach dem erfolgreichen Aufnahmegespräch und der Hospitation einer Bildbesprechung an einem Freitagmorgen wird der / die Studienbewerber / in auf die Warteliste gesetzt. Sobald ein Studienplatz frei wird, kann derjenige / diejenige auf Platz 1 der Warteliste mit dem Studium beginnen.

Voraussetzung für eine Aufnahme zum Studium ist neben der künstlerischen Begabung und der entsprechenden Motivation, die wechselseitige Entscheidung der Bewerber/-in und der Akademieleiterin, gemeinsam den Weg eines Studiums der Malerei zu beschreiten. Für eine Bewerbung zum Studium wird ein unverbindliches Informationsgespräch empfohlen.


 

Leistungen für das Direktstudium:

1. 150 Unterrichtsstunden aus dem Kursangebot jährlich
2. Individuelle Bildbesprechungen, so oft die Student /-innen dies wollen
3. Einmal im Semester eine Gruppenbesprechung
4. Zwei Stunden Kunstgeschichte alle zwei Wochen und Protokolle von der Dozentin
5. Am Ende des 2. und 6. Semesters eine öffentliche Präsentation der Arbeiten in den Räumen der Akademie
anlässlich der Aufnahme in das Haupt- bzw. Masterstudium
6. Am Ende des Masterstudiums eine öffentliche Präsentation der Arbeiten in den Räumen der Akademie,
die Erarbeitung einer eigenen gedruckten Präsentation der Abschlussarbeiten in Form eines kleinen Kataloges,
einer Broschüre o. Ä.

Leistungen für das Fernstudium

1. 80 Unterrichtsstunden aus dem Kursangebot jährlich
2. Einmal im Semester eine Gruppenbesprechung
3. Je nach Wohnort individuelle Bildbesprechungen mit Fotos, Kassetten, evtl. Videokassetten und / oder
digitale Fotos via E-Mails, die Student/-innen dies wollen
4. Kunstgeschichte in Form von der Dozentin ausgearbeiteten Protokollen
5. Am Ende des 2. und 6. Semesters eine öffentliche Präsentation der Arbeiten in den Räumen der
Akademie anlässlich der Aufnahme in das Haupt- bzw. Masterstudium
6. Am Ende des Masterstudiums eine öffentliche Präsentation der Arbeiten in den Räumen der Akademie,
die Erarbeitung einer eigenen gedruckten Präsentation der Abschlussarbeiten in Form eines kleinen
Kataloges, einer Broschüre o. Ä.