[947-18] – Das Bild und seine Schichten

205,00

Sa 20.10. + So 21.10. | Zeiten: 10-13 + 14-19

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Beschreibung

Der Kurs beschäftigt sich mit dem Prinzip der Schichtungen, sei es in Überlagerung oder Ebenenstaffelung als bildnerisches Verfahren. Dabei stehen Fragen nach der Farbsubstanz, nach der Körperhaftigkeit des Bildes und seinen Möglichkeiten, Information durch Verdichtung zu speichern, im Mittelpunkt unserer Auseinandersetzung. Wie verändert sich Farbe durch Überlagerung, wie wird aus dem Inhalt der Tube Malerei? Wie entsteht der Eindruck von Farbinnenlicht, von Oberflächenwirkung und Bildtiefe? Wie baut sich die Spannung von der Flächigkeit des Bildträgers zum körperhaften Eindruck des Bildes auf? Wie lesen wir Formüberscheidungen, mehrdeutige Strukturen und Ebenenüberblendungen? Wir alle kennen den Unterschied von der leeren grafischen Aststruktur eines Baums im Winter zu seiner dichten Blattvolumengestalt im Sommer oder umgekehrt den Unterschied von geologisch lesbarer Gesteinsschichtenabfolge am Berg und zu modellhaften Schnittschaubildern. Wir untersuchen bildnerische Verfahren und Vorgänge der Abfolge von Farbe und Linie sei es in grafischen, flächigen, farbvolumenhaften, gegenständlichen, figurativen, abstrakten oder perspektivischen Anwendungen und ihre Wechselwirkung auf unser Sehen. In der Komposition spielt darin das Verhältnis von Fülle und Leere, der Abstimmung der Teile zum Ganzen eine wichtige Rolle. Wir vergleichen Bildkonzeptionen, die auf einem Zug ohne Korrektur setzen mit Konzeptionen des mehrschichtigen Bildes. Wie verändert sich dadurch der Dialog zwischen Bild und Betrachter? Ergänzt durch kunstgeschichtliche Betrachtungen arbeiten wir an der Klärung und Erweiterung der eigenen Bildsprache sowie der Befragung unserer Wahrnehmung. Bitte zu Beginn des Kurses einige Arbeitsbeispiele zur Vorstellung mitbringen.