Öffentliche Präsentation

Liebe Freunde der Malerei,

ich lade Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zur
Öffentlichen Präsentation zum Studienabschluss von Ursula Kornfeld
am Freitag, 07.09.2018 um 20 Uhr
in die Akademie für Malerei Berlin, Hardenbergstr. 9, 10623 Berlin ein.

Ursula Kornfeld wird in Ihrem Vortrag die letzten zwei Jahre Ihres Malereistudiums resümieren.

Zum Studienabschluss erscheint ein Katalog.

Ursula Kornfeld ist eine stetige Zeichnerin und konzeptionelle Künstlerin.

Fineliner und Skizzenbücher sind ihre ständigen Begleiter und sie zeichnet, was sie sieht, notiert, was ihre
Aufmerksamkeit erregt, kontinuierlich, Tag für Tag.
Das Projekt, das sie daneben in den letzten Jahren am Stärksten beschäftigt hat, kreist um ihre direkte Umgebung, ihren Alltag und ihr Leben im Berliner Stadtteil Friedenau.

Ziel ist ein subjektives Portrait ihres Stadtteils, Anekdoten- und detailreich, für alle wiedererkennbar.
Sie zeichnet vertraute Orte und Situationen mit Tuschestiften oder Markern auf Leinwände verschiedener Formate und koloriert diese mit farbigen chinesischen Tuschen in verschiedener Intensität.

Wir schauen mit ihr aus dem Fenster, sitzen in ihrem Café, sehen abgestellte Fahrräder und werfen einen Blick auf die Auslagen ihrer Nicolaischen Buchhandlung, des ältesten Buchladens Berlins.
Bei Ursula Kornfeld spielt stets auch das Prozesshafte eine große Rolle.

Sie arbeitet ohne »doppelten Boden« und findet es gut, dass der Entstehungsprozess immer sichtbar ist.

So bleiben Stellen offen, die sie später verändert hat.

Nichts wird versteckt. Sie ärgert sich auch nicht über Korrekturen, sondern macht einfach weiter. Frei nach dem John-Cage-Motto »I welcome everything that comes next!« legt sie dabei eine beeindruckende Offenheit an den Tag.

Diese positive »heitere Arglosigkeit« merkt man den Arbeiten von Ursula Kornfeld an.

Es entsteht ein farbintensives, vielfältiges Bild ihres Themas.

So frei sie in den Leinwandarbeiten agiert, um so genauer geht sie bei der Planung und Ausführung
ihrer Zeichnungen auf Papier vor.

Auch diese tragen ihre Handschrift, auch diesen kleinen Serien liegt eine Idee zugrunde. Sie erscheinen aber viel stärker durchgearbeitet und benötigen viel mehr Zeit:

So sieht man einen Schokoladen-Maikäfer in verschiedenen Zuständen – bis hin zur leeren und zerknitterten Folie – mit Blei- und Farbstiften genauestens durchgearbeitet.

Das Faszinierende am Ursula Kornfelds Arbeit ist ihre Unmittelbarkeit, das Direkte, Unverstellte und die große Leichtigkeit, die all ihren Werken anhaftet.
Ich bin – mit ihr – immer gespannt, was als Nächstes kommt und wünsche Ursula Kornfelds Arbeit den ihr gebührenden Erfolg!

 

Andreas Amrhein, Berlin, im August 2018