Liebe Freuninnen und Freunde der Akademie für Malerei Berlin,
ich lade Sie sehr herzlich ein zur Öffentlichen Präsentation zum Studienabschluss von Ingeborg Wilhelm-Medné am Freitag, 3.7. um 20 Uhr in die Akademie für Malerei Berlin ein.
Ich lade Sie sehr herzlich zur Öffentlichen Präsentation zum Studienabschluss von Ingeborg Wilhelm-Medné
am Freitag, 3. Juli 2026 um 20 Uhr in die Akademie für Malerei Berlin ein. Während der Öffentlichen
Präsentation werden die Abschlussurkunden überreicht und Ingeborg Wilhelm-Medné wird zur Meister-
schülerin von Ute Wöllmann ernannt. Zum Studienabschluss erscheint ein Katalog in der Meisterschüler-
edition der AfMB (2,– €).
Wie immer haben Sie die Möglichkeit auch online via ZOOM an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
Hierfür klicken Sie entweder kurz vor Beginn der Veranstaltung auf folgenden Link https://us02web.zoom.us/j/ 89475907689?pwd= 7vMiXPnN37QEkIpdQ1rSEMKS3uNbYf .1 oder Sie geben direkt auf der Webseite https://zoom.us folgende Meeting-ID: 894 7590 7689 und folgenden Kenncode: 425111 ein,
um an dem Meeting teilzunehmen.
Obst und Gemüse kann Kunst Paul Cézanne ließ Äpfel in seinen Bildern zu Ikonen der Malerei werden, Edouard
Manet bannte ein Bündel frischen Spargel delikat in Öl und Peter Dreher malte über
Jahrzehnte jeden Tag ein neues Bild von immer demselben Wasserglas. Dieter Krieg
malte Spiegeleier und Putzeimer wild und heftig auf riesigen Formaten. Ja! Das
Alltägliche und Banale kann Kunst, und wie! Auch in den Bildern von Ingeborg Wilhem-
Medné spielen Obst und Gemüse dramatische Hauptrollen, aber auch andere All-
tagsgegenstände wie Teekannen, Gläser, Flaschen, Leselampen etc. Mit schnellen
Tuschestrichen werden sie frech ins Format skizziert und mit expressivem Farbauf-
trag selbstbewusst in Szene gesetzt, oftmals bewusst im Kontrast zu einem karierten
Hintergrund, der Assoziationen von Küche und Badezimmer weckt. Korrekte Pro-
portionen oder perspektivische Widergabe interessieren sie dabei nicht, sondern
der ehrliche, authentische Ausdruck ihrer ureigensten Eindrücke. Die Kombination
von schwarzer Konturlinie mit expressiver, flächiger Farbe ist das Markenzeichen
von Ingeborg Wilhelm-Medné. Sie befindet sich damit in einer soliden Tradition der
expressiven Malerei beispielsweise eines Max Beckmanns oder Henri Matisse. Sie
verortet sich aber mit ihrer Motivauswahl von alltäglichen und banalen Gegen-
ständen eher in der Pop-Art. Durch ihre Überhöhung im Maßstab oder Verfrem-
dung in der Farbe erzeugt Ingeborg Wilhelm-Medné Spannung, Irritation aber auch
durchaus Humor. In ihren Bildern untersucht sie die veränderte Wahrnehmung
eines Gegenstandes, wenn sich sein Maßstab und sein Kontext verschieben. Ihre
Bilder hinterfragen unsere visuellen Gewohnheiten, unser Verhältnis zum Alltäg-
lichen, zum Dekorativen und zum Banalen. Nicht zuletzt aber machen Ingeborg
Wilhelm-Mednés Bilder einfach Spaß und erzeugen gute Laune!
Ihre Ute Wöllmann, Akademieleiterin