Abstrakt – Experimentell – Informell
€185,00Dozentin: Margit Buß
Sa 18.10 + So 19.10.
Jeweils 10 – 13 Uhr + 14 – 17 Uhr
12 h
Präsenzplatz / ZOOM optional: 185,00 €
Reine ZOOM-Teilnahme: 172,50 €
Zwischensumme: €1.012,00
Dozentin: Margit Buß
Sa 18.10 + So 19.10.
Jeweils 10 – 13 Uhr + 14 – 17 Uhr
12 h
Präsenzplatz / ZOOM optional: 185,00 €
Reine ZOOM-Teilnahme: 172,50 €
Wir wollen uns an diesem Wochenende wieder einmal ganz der Malaktion widmen. Diesmal liegt der Fokus auf dem malerisch handelnden Körper. Der Malakt als solcher soll im Bild sichtbar bzw. nachvollziehbar, für das Entstehen des Bildes verantwortlich sein und das Bild in seiner Aussage bestimmen. Wir schaffen uns im Kurs eine Umgebung, die uns frei in unseren Bewegungen agieren lässt. Im Kurs werden Vertreter unterschiedlichster Richtungen dieser Kunstgattung vorgestellt: Die jungen Wilden der 80er Jahre: Salomé, Fetting; Abstrakter Expressionismus: Jackson Pollock, Willem de Kooning; Informell: Götz, Sonderborg u. v. a.
Die Surrealisten haben die Technik des automatischen Schreibens entwickelt und machten damit für ihre Kunst bis dahin noch nicht erreichte kreative und schöpferische Potentiale nutzbar. Diese Technik, übertragen auf die Malerei und Zeichnung, werden wir kennenlernen. Sie ist hervorragend geeignet, um andere Themen zu finden jenseits des Abmalens, anders über Themen »nachzudenken«, Malblockaden zu überwinden, sich selbst in Schwung zu bringen. Verschiedene Übungen werden wir gemeinsam durchführen, die Ergebnisse anschließend besprechen und auch im Kurs in eigene Bildideen umsetzen.
Als “Collage” bezeichnet man eine Arbeit, in der unterschiedliche Bilder, Materialien, Techniken zueinander in Beziehung gesetzt werden. In diesem Kurs kann man aus einem Meer von gesammelten Bildern einzelne herausfischen und sie in einem spontanen Akt der kreativen Entfaltung mit Hilfe verschiedener künstlerischer Techniken zum Bild zusammenfügen.
Eine wunderbare Arbeitsweise um die eigene Kreativität zu erkunden.
Bevor es losgeht, schauen wir uns “Collagen” im Bereich Bildende Kunst zusammen an. Wir besprechen die verschiedenen bildnerischen Möglichkeiten Bildwelten miteinander in Beziehung zu setzen, sie zu verschmelzen oder auch sie einander gegenüber zu stellen.
Wir leben in einer Welt mit einem ständigen Überfluss an Bildern, dem man sich nur schwer entziehen kann. In dem Kurs wollen wir versuchen uns auf einer leichten und verspielten Weise dem ständigen Strom anzunähern und durch unser eigenes kreatives Tun tieferes Verständnis für das “Bild” zu gewinnen.
Mögt ihr Comics? Habt ihr Lust drauf selbst welche zu zeichnen und in die wunderbare Welt der Geschichten einzutauchen? Habt ihr Bock drauf eure eigenen Charaktere zu entwickeln und zum Leben zu erwecken? Dann seid ihr in meinem Kurs genau richtig. Egal, ob ihr euch schon mit Comics beschäftigt habt, oder das Medium noch Neuland für euch ist. Der Kurs bietet die Möglichkeit in die Welt von Comics einzutauchen, das künstlerische Potenzial des Mediums zu entdecken und für sich zu nutzen.
Auf alle Teilnehmer*innen wird individuell eingegangen. Alle haben die Möglichkeit, eigene Stories zu entwickeln, oder an bestehenden Themen weiterzuarbeiten. Ein spezieller Fokus wird diesmal auf der Entwicklung der eigenen Charaktere sein. Es ist eine eigene Magie, wenn die Figuren Form und Eigenschaften bekommen und auf einmal zum Leben erwachen…
Gezeichnet und gearbeitet wird old-school, das heißt mit der Hand auf Papier, denn es darf mehr werden, als nur eine Bildgeschichte!
Klassischerweise geht es beim Upcycling darum, ausrangierten Materialien und Gegenständen einen neuen Wert zu geben, ohne – wie beim Recycling – ihre Qualität zu verringern. Dieses Prinzip findet bereits seit Anfang des 20.Jh. auch in der Kunst Anwendung.
Man denke an die Materialbilder von Picasso, die Ready Mades von Duchamp oder die Collagen des Dadaismus. Spätestens ab den 1960er Jahren finden sich bis heute Dinge des Alltags in Kunstwerken wieder, u.a. Pop Art , ZERO, Nouveau Réalisme. Die gewohnte Grundausstattung wie z.B. Papier, Leinwand, Pigment, Acryl/Ölfarben, Pinsel, Stifte und Kreiden bildet auch hier die Arbeitsbasis. Darüber hinaus machen wir uns im Kurs die Farb- und Formenvielfalt von Alltagsmaterialien zunutze: z.B. aus Printfotos, Textilien, Kleidung, Leder, Glas, Holzteilen oder Karton etc. Wir werden die Grenzen des Mediums Malerei ausloten im Hinblick auf die Erweiterung zum Relief, zum dreidimensionalen Objekt oder auch zur raumbezogenen Installation. Die physischen Eigenschaften solcherStofflichkeiten sollen aus ihrem eigentlichen Kontext herausgelöst und in einen neuen Zusammenhang gestellt werden. In einem experimentellen Arbeitsprozess erfahren diese eine gezielte Neupositionierung, die sich durch die entsprechende malerische Umsetzung in den Bildern, Objekten oder Installationen widerspiegelt. Geeignet für Anfänger*innen und Fortgeschrittene, sowie auch für Teilnehmer*innen meiner früheren Kurse.
In dem Kurs wollen wir das Dunkel der Nacht und somit die Grenzen der Wahrnehmbarkeit und des Darstellbaren, malerisch erforschen. Viele Künstlerinnen und Künstler waren von der Nacht fasziniert: Um 1888 vor seinem Lieblings-Restaurant in Arles sein weltberühmtes Gemälde „Terrasse du Café le soir“ plein air zu malen hat Vincent van Gogh sich Kerzen auf seinen Strohhut befestigt. Auch die zeitgenössische Nachtmalerin Silke Silkeborg zieht mit Stirnlampe los um nachts draußen zu malen. Davon inspiriert werden wir uns ebenfalls nach draußen in ein nächtliches Setting begeben und dort vor Ort malen. Die Kurszeiten sind so gewählt, dass wir sowohl den Wechsel vom Tageslicht zum Abendlicht, dem Zwielicht der Dämmerung, wie auch die dunkle Nacht bewusst malerisch nachvollziehen können. Am ersten Termin werden wir unser Augenmerk auf die starken Kontraste zwischen künstlichen Spotlights und den Farben der Nacht legen. Am zweiten Termin suchen wir uns bewusst eine „dunkle Ecke“ oder eine Stelle, von der aus wir ins Dunkle blicken um diesen Blick malerisch umzusetzen.
Dieser Kurs vermittelt grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Ölfarben. Vom Bauen und Bespannen eines Keilrahmens angefangen, über die Anforderungen der Grundierung, hin zum Aufbau der Palette und dem Umgang mit der Palette während des Malprozesses. Intensiv werden wir uns mit den Gesetzen der Ölmalerei beschäftigen und ihren maltechnischen Erfordernissen, damit es keine bösen Überraschungen beim Trocknungsprozess gibt, wie Risse oder Abblättern. Ein kleiner Exkurs in die Maltechnik ist hierfür erforderlich. Desweiteren beschäftigen wir uns mit der Atelierlogistik: Wohin mit den nassen Ölbildern? Wie lagere ich Ölbilder und wie transportiere ich sie? Der Kurs richtet sich an alle Malerinnen und Maler, die auf Öl umsteigen möchten und wissen wollen wie es geht. Der Kurs vermittelt grundlegende und umfassende Kenntnisse. Wir erstellen am ersten Tag selbst zwei kleine Leinwände, die wir für die anschließende Ölmalerei grundieren. Parallel dazu malen wir auf weiteren Leinwänden ein Bild mit Ölfarben. Hierfür gibt es ein gemeinsames Stillleben, das alle malen, so dass die Ergebnisse vom malerischen her miteinander verglichen werden können. Auf diesem Wege wird der Lernerfolg im praktischen Umgang mit Ölfarben beschleunigt. Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Es werden keine Kenntnisse vorausgesetzt. Einschränkend sei gesagt, dass die Erstanschaffung eines Öl-Equipments relativ teuer ist. Jede/r braucht ihre / seine eigene Ausstattung. Es wird kein Material gestellt.
Florale Motive haben in der Kunst eine lange Tradition. Die Darstellungen von Blumen in der Malerei vermitteln nicht nur Schönheit, sondern sie können auch tiefe Bedeutungsebenen und emotionale Resonanzen hervorrufen. Blumen haben seit jeher eine starke symbolische Aufladung, sie verkörpern Freude, Liebe, Vergänglichkeit oder auch Erneuerung.
Von den prächtigen Blumenarrangements niederländischer Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts, über van Gogh, bis zu Georgia O’Keeffe und Warhols Pop Art Flowers gibt es zahlreiche Beispiele aus der Kunstgeschichte. Von realistisch bis abstrakt bieten diese Werke Raum für kreative Interpretationen und neue idividuelle Ausdrucksformen.
Motive aus der Pflanzenwelt bieten auch eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit Farben und Texturen zu spielen. Wir können uns durch die leuchtenden Farben von Blütenblättern inspirieren lassen oder die zarten Schattierungen und Transparenzen der organischen Strukturen in experimenteller Form neu definieren. Die Wahl der Techniken steht uns hierbei völlig offen: vom Zeichnen und Malen, bis zu Scherenschnitten, Frottagen oder Monoprintverfahren.
Geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene, sowie auch für Teilnehmer*innen meiner früheren Kurse.
In diesem Kurs geht es um die Landschaftsmalerei. Wir werden draußen vor Ort in der Landschaft malen und uns folgende Arbeitsfrage stellen: Was fällt mir auf? Was interessiert mich an dieser Landschaft? Wie will ich es darstellen? Welchen Schwerpunkt will ich setzen? Wie will ich es umsetzen? Vielfältig werden wir das Thema angehen mit gezeichneten Skizzen und gemalten Aquarellen, bunten Stiften, flüssig und trocken, dick und dünn. Genauso können vor Ort Collagen entstehen oder wir nehmen die Strukturen des Ortes mit Frottagen direkt auf. In einem weiteren Schritt wagen wir uns auch an richtig großformatige Bilder, großformatige Papiere oder Leinwände, die wir ohne Scheu und Scham draußen angehen. Der Schutz der Gruppe hilft dabei. Wir werden uns ebenso mit realistischen und naturgetreuen Umsetzungen, wie auch mit abstrakter Malerei auseinandersetzen und dies in vielen Einzelgesprächen wie auch in Gruppenbesprechungen erörtern.
Die Kunst von zeitgenössischen Künstlern, deren Thema die Landschaftsmalerei ist, wird ebenfalls Thema des Kurses sein.
Aufbauend auf dem vorigen Kurs möchte ich Ihnen nach Eindrücken durch Musik zu eigenen Bildern verhelfen. Nach einer kurzen Einführung in die Welt der Farben werden die Teilnehmer gebeten ihre Lieblingsmusikstücke mitzubringen. Ich möchte die dann mit allen anhören, und unter dem Eindruck dieser Klänge diese dann in abstrakt freie Bilder umsetzen. Wir werden in einfachen Entwürfen und schlichten Untermalungen beginnen, und diese dann nach einer weiteren Übung zu einem klanglichen Bild vollenden. Ich werde Literatur mitbringen und möchte die Teilnehmer in die Unschärfe zwischen akustisch erfahrbarer Klangwelt und visuell behaupteter Bildwelt einführen. Es gibt in der Kunstgeschichte schon einige wunderbare Positionen von Künstlern, die sich ausschließlich auf Musik bezogen haben und Akkord, Melodie und Rhythmus transponiert haben in Duktus, Farbe und Form. Zuerst werden auf Zeichenblättern Skizzen und Entwürfe entstehen und dann auf mitgebrachten Malgründen in beiden Tagen Gemälde angefertigt, auf denen wir dann mit den Farben Eurer Wahl neue Klangwelten komponiert werden.
Seit dem Beginn der Moderne finden Transformationen des menschlichen Körpers in vielfältigsten Formen der Kunst statt. Sie beinhalten einen veränderten Umgang mit der eigenen Wahrnehmung des Körpers vor dem Hintergrund seiner Verwundbarkeit und der immer weiter voran schreitenden Möglichkeiten seiner Perfektionierung. Der Körper wird in der Kunst zum Material, das zerlegt in Haut, Haare, Fleisch und Blut, in digitalen Mutationen bis hin zu Verflüssigung und Verschwinden, seine menschliche Form an den immer schnelleren Kreislauf der virtuellen Welten abgibt. Im Mittelpunkt des Kurses steht die malerische Auseinandersetzung mit den Fragen nach Körpergrenzen und Entgrenzung, Identität, Schönheitsidealen, Erotik, Auflösung und posthumaner Neu-Konstruktion des Körpers. In einem experimentellen Prozess eröffnen sich uns neue spielerisch-kreative Bearbeitungsmöglichkeiten. Unseren Ideen lassen wir erst mal freien Lauf, um sie dann in persönlichen Arbeitsbesprechungen weiter zu entwickeln. Ausgehend von Malerei und Zeichnung auf Papier / Leinwand können auch andere Materialien ins Spiel kommen, die in ihrer Kombination ein interessantes Spannungsverhältnis eingehen.
Geeignet für Anfänger*innen und Fortgeschrittene, sowie auch für Teilnehmer*innen meiner früheren Kurse.
Verschiedene Stile und Ausdrucksmittel zu mischen kann den eigenen Bild-Horizont erheblich erweitern, die Vielfalt der darstellerischen Wirklichkeiten erhöhen, evtl. sogar Blockaden lösen und aufbrechen helfen. Wir wollen in diesem Kurs ausgehend von Einzelgesprächen den eigenen Standpunkt kurz analysieren und dann gemeinsam Möglichkeiten entwickeln, wie man ggf. bisher fremde Bildideen in die eigene gewohnte Arbeitsweise integrieren kann, um neue, spannendere Ausdrucksformen auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Der Kurs bietet Raum für Experimente etwas außerhalb der gewohnten Arbeitsweise.
Papier in seiner unterschiedlichsten Beschaffenheit und Bearbeitungsweise bildet das Zentrum dieses Kurses. Ob Seidenpapier über Draht geformt, Karton, mit Faltungen oder Schnitten sich in den Raum öffnend bis zu ersten Experimenten mit handgeschöpftem Papier: Dieses Material bietet viele biomorphe und geometrische Ausdrucksmöglichkeiten.
Wir starten mit einer gemeinsamen Übung und bewegen uns dann immer mehr in eigene Prozesse hinein. Eine Einführung in Papierschöpfen und Abformungen mit handgeschöpften Papieren wird gegeben. Einzel- und Gruppenbesprechungen begleiten die praktische Arbeit. Je nach Interesse kann im Bereich Relief, Wandobjekt oder dreidimensional durchgearbeiteter Skulptur gearbeitet werden. Dabei stellen wir die vorhandene Farbigkeit und Materialität in den Vordergrund. Beispiele zeitgenössischer Papierkünstler*innen bereichern das Wissen über aktuelle Positionen.